Collaborative E-Government und Wirtschaftlichkeit - neue Ansätze für PPP
Dokumentation des Workshops vom 25. Januar 2006 in Berlin

Veranstaltet vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik zusammen mit dem Hochschulkolleg E-Government der Alcatel SEL Stiftung
22.02.2006


Collaborative E-Government und Wirtschaftlichkeit - neue Ansätze für PPP

Nach Abklingen der ersten E-Government Euphorie werden Forderungen nach schlüssigen Konzepten für E-Government laut, die tatsächlich die Ausschöpfung der erhofften Potenziale wie Steigerung der Wirtschaftlichkeit, Qualitätsverbesserung, Erhöhung der Transparenz usw. ermöglichen. Politik, Verwaltung, aber auch Unternehmen als Kunden und/oder Anbieter von E-Government-Lösungen stehen hier in der Pflicht. Auf allen Seiten herrscht Ratlosigkeit, da bereits installierte Angebote häufig nur spärlich genutzt werden und die Ansprüche und Bedürfnisse gerade der unternehmerischen Vielnutzer kaum bekannt sind. Auf der ‚Kundenseite’ wird von Unternehmen die Wirtschaftlichkeit einer Investition in dedizierte E-Government Standards und Schnittstellen in Frage gestellt und lieber auf den herkömmlichen Papierstandard vertraut.
Der gemeinsame Arbeitsworkshop, der alle an einem E-Governmentprozess beteiligten Akteure an einen Tisch bringt, soll einen Diskussionsprozess zwischen diesen Kooperationspartnern in Gang bringen, um Ansprüche, Bedenken und Nutzenpotenziale offen zu legen. So können Konzepte für collborative E-Government entwickelt werden, die allen Beteiligten gerecht werden. Ein gemeinsamer Aktionsplan als Ergebnis der Tagung gibt einen Impuls, diese Konzepte auch in die Tat umzusetzen und macht die gewonnenen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Erfolgreiches E-Government wird von Akteuren, nicht von Kongressen und Konzepten vorangetrieben. Daher setzten wir auf den Trialog von Akteuren aus Verwaltung/Politik, Wirtschaft und IT.
E-Government gilt als Standortfaktor, d.h. es geht darum, die Bedürfnisse der regional ansässigen Wirtschaft aufzugreifen und in E-Government-Lösungen umzusetzen, die für alle Beteiligten Nutzen stiften. Ziel ist es, Prozesse zu identifizieren, die aus Sicht der Wirtschaft zentrale Kontakte zur Verwaltung darstellen, und diese in fokussierten Designrunden bis zur Projektreife zu entwickeln.
Um alle Dimensionen von E-Government bearbeiten zu können, setzen sich Designrunden aus den relevanten Vertretern der verschiedenen Verwaltungsebenen sowie Unternehmen aber auch IT-Spezialisten zusammen. So können Unterstützungsbedarf und Rahmenbedingungen aus der Sicht von Unternehmen und Verwaltung artikuliert, Potenziale abgeschätzt und organisatorische, rechtliche und technische Fragen der Machbarkeit geklärt werden.

Prof. Dr. Helmut Krcmar
Sprecher Hochschulkolleg E-Government
der Alcatel SEL Stiftung


Das Hochschulkolleg E-Government ist Bestandteil des Stiftungsverbundkollegs Stuttgart der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung. Es wurde 2002 als wissenschaftliches Kolleg mit dem Ziel eingerichtet, Beiträge für die Modernisierung der Verwaltung zu leisten und Impulse für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet des Electronic Government zu geben. Das Hochschulkolleg will des weiteren den Aufbau von Hochschulausbildungen sowie die Bildung eines Kompetenzzentrums Electronic Government an der Universität Stuttgart initiieren.

Schwerpunkte für die Unterstützung des Modernisierungsprozesses der Verwaltung durch E-Government sind Wissensbildung. Wissensvermittlung und Wissenstransfer durch Kollegiaten, Task-Force-Arbeitsgruppen. Veranstaltungen sowie Publikationen.


Organisation/Kontakt/Rückfragen:

Alcatel SEL Stiftung
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart

Telefon: 0711-821-45002
E-Mail: sel.stiftung@alcatel.de

Kontakt am Lehrstuhl: PetraWolf

Beiträge der Tagung

Collaborative E-Government als Ansatz für wirtschaftliches B2G-Government

Prof. Dr. Helmut Krcmar, Petra Wolf, M.A., Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, TU München

collaborative eGovernment als Ansatz für B2G_folien.pdf

Technische Unterstützungspotenziale für Collaborative E-Government

Klaus Zimmermann, SAP Deutschland
Technische Unterstützungspotenziale für Colla-borative E-Government_folien.pdf

Unternehmensperspektive auf Anforderungen und Rahmenbedingungen für B2G-Government

Stefan Kondmann, T-Systems

Unternehmensperspektive auf Anforderungen und Rahmenbedingungen für B2G-Government_folien.pdf


Bundesländer als Koordinierungsinstanz für B2G-Government

Prof. Dr. Manfred Mayer, Staatskanzlei Bayern

Länder als Koordinierungsinstanz für B2G-Government_folien.pdf

Rolle von Intermediären in B2G-Government-Prozessen

Dr. Wolfgang Both, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Berlin

Rolle von Intermediären in B2G-Government-Prozessen_folien.pdf


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