Projekt B2G- Prozesslandkarte Deutschland
Eine Forschungskooperation von Siemens und dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
25.03.2008

Ausgehend vom Aktionsplan E-Government der europäischen Initiative i2010, den Erfahrungen mit BundOnline 2005 und Deutschland-Online hat die Bundesregierung am 13.September 2006 das Programm E-Government 2.0 als Konkretisierung eines Teils der Gesamtstrategie im Regierungsprogramm „Zukunftsorientierte Verwaltung durch Innovation“ beschlossen. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch alle Bundesressorts, die Koordinierung im Bundesministerium des Innern. Die Bundesregierung hat vier Handlungsfelder identifiziert, die in den kommenden Jahren bis 2010 gezielt ausgebaut werden, um den Modernisierungsprozess in der Verwaltung und den Standort Deutschland durch E-Government zu fördern; dazu gehört das Thema Elektronische Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung durch gemeinsame Prozessketten. Die größten Effizienzpotenziale gilt es an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung (B2G Business to Government) durch die elektronische Verknüpfung ihrer Prozessketten zu erschließen.

In der Forschungskooperation von Siemens IT Solutions and Services und der TU München Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik soll deshalb eine systematische Erhebung der wichtigsten Prozesse, Rollen und Anforderungen an B2G-Kontakte erfolgen, um E-Government-Lösungen zu entwickeln, die für alle Beteiligten in Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie Industrie Nutzen stiften.

Hierzu werden wichtige Initiativen und Aufgaben des Öffentlichen Dienstes analysiert und Prozesse mit hohem Effizienzpotenzial ausgesucht. Dazu gehören auch die Aufgaben, die im Rahmen der EU-Dienstleistungsrichtlinie anfallen werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Analyse von vollständigen E-Government-Wertschöpfungsnetzen, die sowohl eine ebenenübergreifende Betrachtung von Behördenkontakten als auch Kontakte zu sog. Intermediären oder anderen Kooperationspartnern einschließen.