MUTE
 
Elektomobilität, Automotive Services, CarIT, Mehrwertdienste
 
Ausgangssituation
Das MUTE Pilotprojekt soll zeigen, dass in naher Zukunft Elektromobilität auch für die Massenanwendung geeignet ist. Zum ersten Mal werden hier in einem umfassenden Forschungsansatz technische Herausforderungen mit sozioökonomischen Rahmenbedingungen verknüpft. 

Das daraus resultierende, kostengünstige und innovative Fahrzeugkonzept für den Einsatz im städtischen Großraum und dessen Umland soll 2011 als erster fahrbarer Prototyp auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Innovationen werden von den beteiligten Industriepartnern zu marktfähigen Lösungen weiterentwickelt.
 
Realisierung
Mit der Realisierung des Fahrzeug- und Mobilitäts-konzepts MUTE schaffen alle Involvierten neue Ansätze für weitere Forschungsthemenan der TU München auf dem Gebiet der Elektromobilität, die mit dem Fahrzeug als Demonstrator untersucht werden können.

Vor diesem Hintergrund untersucht der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (I17) die Rolle von Informations- und Kommunikationstechnik im und um Fahrzeuge. Der Schwerpunkt liegt dabei auf nutzenstiftenden Mehrwertdiensten, sogenannten Automotive Services, die spezifische Bedürfnisse, insbesondere bei geschäftlicher Fahrzeugnutzung adressieren. Dabei werden solche Dienste nicht untersucht, sondern im Rahmen von Forschungsprojekten und studentischen Arbeiten entwickelt und erprobt. Somit können systematische und valide Aussagen zu stabilen und profitablen Geschäftsmodellen mit Automotive Services gemacht werden.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen sind ohne effektive IT-Infrastruktur und einen personalisierbaren Dienstemix nicht tragfähig. Erst die informationstechnische Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel, die Allokation von Fahrzeugflotten oder der benutzerfreundliche Unterstützung verschiedener Ladestrategien ermöglicht innovative Mobilitätskonzepte.

Entsprechende Automotive Services erinnern beispielsweise den Fahrer an das notwendige Aufladen der Batterie für den Fall, dass dieser es vergessen hat. Ebenso bucht das Elektrofahrzeug flexibel weitere Verkehrsmittel und organisiert den Transport von Gepäck, sobald die Reichweite des Elektrofahrzeugs überschritten wird. Innovative Konzepte wie Car-on-Demand werden durch innovative Personalisierungsfunktionen erst zu Mobilitätserlebnissen.
 
Projektbeteiligte
Die ursprüngliche Idee und Initiative geht auf den Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München zurück. Aufgrund der vielen Interessenten besteht das Team inzwischen aus mehr als 200 Assistenten und Studenten von 20 Lehrstühlen. In der Entwicklung eines seriengeeigneten Elektrofahr-zeuges sieht die TU München die Chance, Forschung und Innovation auf diesem Gebiet an ein realisierbares Produkt zu knüpfen. Es gibt viele Ideen, Konzepte und Vorschläge zur E-Mobility - MUTE implementiert viele dieser Ideen und wird beweisen, dass die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge eine komplett neue Welt der Mobilität ermöglichen. Mit der Entwicklung des Designs für eine kostengünstige Elektromobilität befasst sich der Lehrstuhl für Industrial Design. Hierfür arbeiten seit 1. April 2010 12 Studenten aus dem Bereich Architektur. Im Rahmen von TUM CREATE soll das Projekt unter den speziellen Anforderungen Südostasiens in Singapur fortgesetzt werden.
 
Informationen
http://www.mute-automobile.de/
 
Ansprechpartner
Dr. Michael Schermann