Die Rolle des Vertrauens für die Einführung von ID-Infrastrukturen


TypAbschlussarbeit (BA, MA, DA)
BetreuerDipl.-Wirt.-Inf. Manuela Obermeier


 Abstract
Ziel der Einführung des elektronischen Personalausweises (ePA) in Deutschland ist es, die bewährten Funktionen des „konventionellen“ Personalausweises um elektronische Funktionen zu ergänzen und das Dokument damit den Herausforderungen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts anzupassen.

Der neue Personalausweis dient vor allem der Identifizierung seines Inhabers im Geschäftsverkehr mit Verwaltung und Privatwirtschaft. Da diese ihre Geschäftsprozesse vermehrt auf elektronische Verfahren umstellen, werden sichere Identifizierungslösungen für den Einsatz in der elektronischen Welt des e-Government benötigt. Wie bei allen IT-Infrastrukturprojekten ist die Nutzungsbereitschaft der Kunden von kritischer Bedeutung auch für eine erfolgreiche Realisierung des elektronischen Personalausweis Projektes. Wesentliche Voraussetzung ist das gegenseitige Vertrauen und die Herstellung der erforderlichen Transparenz auf Seiten aller Beteiligten – Bürger, Wirtschaft, Verwaltung. Angesichts immer wieder aufgedeckter Fälle von Datenmissbrauch ist Vertrauen insbesondere bei kritischen, elektronischen Transaktionen wie zum Beispiel der Benutzerauthentifizierung von größter Bedeutung.

Für den elektronischen Identitätsnachweis benötigt die Inhaberin/der Inhaber sowohl Hardware- als auch Software-Komponenten. Vorausgesetzt, dass die Inhaberin/der Inhaber einen PC mit Internetzugang hat, braucht sie/er ein Kartenlesegerät für kontaktlose Chipkarten und die entsprechende Software (Bürgerclient).

Im Rahmen eines Forschungsprojekts sollen Erfolgsfaktoren für die Einführung von ID-Infrastrukturen am Beispiel des elektronischen Personalausweises untersucht werden. Hierzu werden Konzepte zur Herstellung von Vertrauen und Gestaltung nach den Aspekten der Ergonomie und Einfachheit sowie die möglichen Geschäfts- und Einführungsmodelle des ePA, basierend auf einer detaillierten Internet- und Literaturrecherche, entwickelt. Für eine umfassende Analyse werden die Konzepte durch empirische Studien validiert und angepasst. Anschließend werden die empirischen Ergebnisse ausgewertet und Empfehlungen sowie Modelle basierend auf Basis der Analyse für IT Infrastrukturprojekte abgeleitet.

Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stand internationaler Literatur zu Vertrauen als Faktor für die Akzeptanz und Nutzung von Government to Citizen (G2C) E-Government Dienstleistungen zu erarbeiten, um Konzepte zu entwickeln und anhand empirischer Untersuchungen die Konzepte zu validieren.



 Aufgabenstellung
Aufgaben im Rahmen der Arbeit sind:
  • Recherche (u.a. Literatur und Internet), Auswertung internationaler Literatur und Analyse vorhandener Dokumente zur Rolle und Förderung des Vertrauens bei der Einführung von neuen Technologien für Bürger, zum Aufbau von Vertrauen in e-Commerce und e-Government-Dienstleistungen
  • Erarbeitung eines empirischen Untersuchungsdesigns (u.a. Erarbeitung des Interviewleitfadens und Auswertungskonzepts)
  • Auswertung der Ergebnisse


 Voraussetzungen
  • Sehr gute Deutschkenntnisse
  • Gute Englischkenntnisse
  • Begeisterung für das Themengebiet e-Government
  • Motivation und Interesse an Recherche

Alle Themen lassen sich als Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten realisieren.



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